Auf Sommertour bei Gesundheitspolitiker

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ZFD-Vizepräsidentin Jeannette Polster informierte Alexander Krauß, MdB und Mitglied des Gesundheitsausschusses, über die Situation der Heilmittelberufe, speziell im Bereich Podologie. (Foto: ZFD)

Am 10. August 2018 war Jeannette Polster, Vizepräsidentin des Deutschen Verbandes für Podologie (ZFD) e.V. und Vorstandsmitglied im Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV), bei CDU-Politiker Alexander Krauß, MdB und Mitglied des Gesundheitsausschusses, in seinem Büro in Schwarzenberg zu Gast. Vertreter des SHV nutzten nämlich die parlamentarische Sommerpause, um mit Gesundheitspolitikern in ihren Wahlkreisen über die Situation der Therapeuten und die Sicherstellung der flächendeckenden Patientenversorgung mit Heilmitteln zu sprechen.

Eingängig wurde über die prekäre Situation sowohl der Podologen als auch aller Therapeuten gesprochen und der dringende Handlungsbedarf dargestellt. Dieser ist vor allem beim Thema Vergütung notwendig, um die Therapieberufe nachhaltig zu stärken. So konnte die Einkommenssituation der Praxisinhaber und der angestellten Mitarbeiter sowie die kostenintensiven Einstiegshürden in den Beruf anschaulich dargestellt werden. Polster verwies auf die Dringlichkeit einer kostenfreien Ausbildung mit einer Ausbildungsvergütung der Therapieberufe, um dem Nachwuchskräftemangel entgegen zu wirken, sowie auf das Erfordernis einer unbefristeten Abkoppelung von der Grundlohnsumme als wichtige Maßnahme für leistungsgerechte Einkommen.

Weitere Themen waren die Novellierung der Berufsgesetze und der Direktzugang. Ebenso wurden die Modellversuche thematisiert und weshalb hier noch keine neuen Projekte zu verzeichnen sind. Dass die Verbände hier sehr wohl aktiv sind und mit den Kassen das Gespräch suchen, diese aber sehr zurückhaltend reagieren, konnte ebenfalls hervorgehoben werden.

Die wirtschaftliche Situation der Podologen, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten muss verbessert werden, um die Attraktivität der Berufe zu steigern und junge Menschen dafür zu begeistern. Dafür stellt der SHV Forderungen an die Politik und wird auch weiterhin die Akteure für die Belange der Therapeuten sensibilisieren.