Fast jeder Zweite hat schon einmal Blut gespendet

(Quelle: BZgA)

 Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat erste Ergebnisse ihrer bundesweiten Repräsentativbefragung zur Blutspende veröffentlicht. Demnach haben 47 Prozent der Befragten in Deutschland schon einmal Blut gespendet. Zum Weltblutspendetag am 14. Juni rief die BZgA gemeinsam mit zahlreichen Blutspendeeinrichtungen bundesweit zur Blutspende auf.

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärt: "Fast jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat schon einmal Blut gespendet. Wir brauchen auch weiterhin dringend Spenderinnen und Spender. Denn Blutspenden sind für die medizinische Versorgung unverzichtbar. Blutkonserven und Medikamente aus Blutbestandteilen sind nach schweren Unfällen und bei größeren Operationen lebensrettend. Sie werden auch zur Behandlung verschiedener Erkrankungen, beispielsweise bei bösartigen Tumoren, verwendet und daher dringend benötigt."

Weitere Ergebnisse der BZgA-Umfrage: 52 Prozent der befragten Männer und 43 Prozent der befragten Frauen haben schon einmal Blut gespendet. Von ihnen gaben 23 Prozent der Frauen und 22 Prozent der Männer an, dies auch in den vergangenen zwölf Monaten getan zu haben. Mit 29 Prozent besonders aktiv ist die Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Und das vor allem in den vergangenen zwölf Monaten. Hier liegt ihr Anteil bei 56 Prozent.

Auf die Frage, warum Menschen, die schon einmal eine Blutspende abgegeben haben, dies aktuell nicht tun, nannten 41 Prozent gesundheitliche Gründe beziehungsweise die Einnahme von Medikamenten. 33 Prozent gaben an, keine Zeit gehabt oder nicht daran gedacht zu haben. Sechs Prozent hielten sich zu alt für eine Blutspende.

Die Ergebnisse zum Blutspendeverhalten basieren auf der bundesweiten Repräsentativbefragung „Einstellung, Wissen und Verhalten der Allgemeinbevölkerung zur Organ- und Gewebespende 201“" der BZgA, die von November 2017 bis Februar 2018 durchgeführt wurde. Befragt wurden 3.836 Personen im Alter von 18 bis 75 Jahren.