Fast 1000 Grippetote registriert

(Foto: Stefan Bayer/pixelio.de)
(Foto: Stefan Bayer/pixelio.de)

In der laufenden Grippesaison sind bisher nachweislich 971 Patienten durch Influenza-Viren gestorben. Die große Mehrheit (87 Prozent) war über 60 Jahre alt. Oft gab es Vorerkrankungen. Das geht aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach kann die Zahl der Todesfallzahlen in Wirklichkeit deutlich höher liegen, da sich Grippeerreger nicht bei allen Gestorbenen feststellen lassen. Bei einer bakteriellen Lungenentzündung als Todesursache sind sie zum Beispiel oft nicht mehr nachzuweisen.

Laut RKI hat die Grippewelle in Deutschland zwischenzeitlich ihren Höhepunkt überschritten. In der zwölften Kalenderwoche (19. bis 25. März) registrierte das Institut 25.216 bestätigte Influenzafälle. Das waren nur noch rund halb so viele wie zwei Wochen zuvor (54.151), teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit. Am stärksten betroffen ist der Osten Deutschlands, in allen anderen Regionen gingen die Ansteckungszahlen inzwischen zurück.

In dieser Grippesaison erkrankten nachweislich rund 300.000 Menschen. Doch die Dunkelziffer ist wohl höher. Nicht jeder Grippekranke geht zum Arzt und nur ausgewählte Praxen schicken Erregerproben ins Labor. Das RKI zählte bisher 138 Grippe-Ausbrüche in Krankenhäusern, 122 in Kindergärten, 58 in Schulen, 49 in Alten- und Pflegeheimen und 35 in Reha-Einrichtungen. Viele Patienten waren nicht gegen Influenza geimpft.

Deutschland zählt bei der Grippe neben Dänemark und Finnland in dieser Saison zu den am stärksten betroffenen europäischen Ländern. Nur in Luxemburg waren die Werte noch höher. Dominant waren in dieser Saison mit 70 Prozent Influenza B-Viren.