Studienteilnehmer gesucht

Modell der intelligenten Einlegesohle und Position der Sensoren. (entwickelt von Thorsis Technologies GmbH und Medixmind GmbH)
Modell der intelligenten Einlegesohle und Position der Sensoren. (entwickelt von Thorsis Technologies GmbH und Medixmind GmbH)

Ein mit einem „intelligenten“ Sensor ausgestattete Schuheinlage soll Patienten mit diabetischer Neuropathie helfen, Fußgeschwüre zu vermeiden.

Dafür haben die Klinik für Nieren- und Hochdruckkrankheiten, Diabetologie und Endokrinologie in Zusammenarbeit mit der Thorsis Technologies GmbH und Medixmind GmbH eine intelligente Schuheinlage entwickelt, die Betroffenen zeitnah mit einem Aufwand von zirka 10 Minuten am Tag eine Rückmeldung über den Zustand ihrer Füße vermittelt. Die Schuheinlage ist wie eine handelsübliche für Diabetiker empfohlene Weichbettung gearbeitet. Durch die Art der Fertigung werden einwirkende Druckbelastungen gleichmäßig auf den gesamten Fuß verteilt. Zusätzlich verfügt die intelligente Einlegesohle über Sensoren für Druck und Temperatur. Durchblutungsstörungen und Entzündungen sollen hierüber frühzeitig erkannt werden. Es ist bekannt, dass Entzündungen und Durchblutungsstörungen mit Veränderungen der Fußtemperaturen einhergehen, die schon lange, zum Teil fünf Wochen vor dem Auftreten einer manifesten Schädigung, nachweisbar sind.

Deshalb messen die Sensoren in den Einlegesohlen die Druck- und Temperaturverläufe der Füße. Diese Werte werden an ein Mobiltelefon und von dort an das Studienzentrum weitergeleitet. Dem Patienten werden direkt nach der Messung gefährdete Bereiche seines Fußes angezeigt. Bei Werten, die auf eine Geschwürentstehung hindeuten, wird der Patient durch das Studienzentrum kontaktiert und es werden geeignete Maßnahmen besprochen.

Nachdem die intelligente Einlegesohle in Vorstudien in der Klinik getestet wurde, soll sie nun im häuslichen Umfeld der Patienten zum Einsatz kommen. Im Rahmen einer Studie werden 150 Patienten für zwei Jahre mit den intelligenten Einlegesohlen ausgestattet. Durch tägliche Messungen sollen drohende Entzündungen und Durchblutungsstörungen an den Füßen erkannt und durch Gegenmaßnahmen verhindert werden.

Zurzeit werden interessierte Betroffene für die Studie gesucht. Diese können sich direkt an das Studienzentrum wenden (Frau Dr. Walter, Tel. 0391 / 67-21615 oder  Tel. 0391/ 67-21745 (Mo/Do: 13-15 Uhr, Di/Mi/Fr: 9-12 Uhr).