Kreis der MRSA-Risikopatienten erweitert

Der Kreis der MRSA-Risikopatienten, die nach einem Klinikaufenthalt ambulant auf den Keim getestet und behandelt werden können, ist erweitert worden. Der Bewertungsausschuss hat die Kriterien im EBM in Anlehnung an die aktuellen KRINKO-Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zum 1. Juli angepasst.

MRSA-Statuts und Sanierung ist ab 1. Juli bei diesen Patienten möglich

Patienten, die in den vergangenen sechs Monaten an mindestens vier zusammenhängenden Tagen stationär behandelt wurden, können ambulant auf MRSA getestet und behandelt werden, wenn sie zusätzlich noch eine der folgenden Voraussetzungen erfüllen:

  • ein positiver MRSA-Nachweis in der Anamnese (unabhängig vom Zeitpunkt der Infektion)

und/oder

  • eine chronische Pflegebedürftigkeit (Vorliegen eines Pflegegrades) und Vorliegen eines der nachfolgenden Risikofaktoren:
    - Antibiotikatherapie in den zurückliegenden sechs Monaten

        - liegende Katheter (z.B. Harnblasenkatheter, PEG-Sonde, Trachealkanüle)

und/oder
- Vorliegen von Hautulkus, Gangrän, chronischer Wunde und/oder tiefe Weichteilinfektion
und/oder
- Dialysepflichtigkeit.