Im Dialog mit dem Gesundheitsminister

Hermann Gröhe (Copyright: BMG/Jochen Zick (action press))

Am 24. Mai hatte der Deutsche Verband für Podologie (ZFD) e.V., vertreten durch Präsidentin Annett Biedermann, die Möglichkeit eines persönlichen Termins bei Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Mit von der Partie war Dr. Thomas Neubourg, nsc, über den der Kontakt zustande kam. Beide trafen einen mit der Materie bestens vertrauten Bundesminister an, der offenes Interesse am Berufsbild der Podologie, dessen Bedeutung und Weiterentwicklung zeigte.

Ein zentrales Thema war das Nachwuchsproblem und wie man diesem entgegenwirken kann. Minister Gröhe bekräftigte seine Forderung nach einer schulgeldfreien Ausbildung für Therapeuten, somit auch für die Podologie. Auf Nachfrage zeigte er sich überrascht über die Höhe der Ausbildungskosten im Verhältnis zu der zu erwartenden Entlohnung.

Zugleich appellierte Minister Gröhe aber auch an die Verbände, die Chancen, insbesondere des HHVG, zu nutzen und mit den Krankenkassen zügig umzusetzen. Einigkeit bestand darin, dass Politik, Industrie und Verbände gemeinsam für eine am Wohl des Patienten ausgerichtete Optimierung der therapeutischen Versorgung eintreten müssen. Allerdings sind dem auch Grenzen gesetzt und es gilt, die Interessen vieler zu berücksichtigen, was Minister Gröhe aus politischer Sicht zu bedenken gab.

Nun sind ist der Verband gefragt, so der ZFD, - aber auch die einzelnen Berufsangehörigen, ohne deren Mithilfe es nicht geht-, Daten, Zahlen und Fakten, zum Beispiel zur Unterversorgung einzelner Regionen mit podologischen Leistungserbringern, zu erheben und vorzulegen. Dann, aber auch nur dann, könne man auf die Unterstützung der Politik bauen!

Annett Biedermann und Dr. Thomas Neubourg, dem für die Terminvermittlung herzlich gedankt wurde, zogen einhellig ein positives Fazit und sind zuversichtlich, dass der Beruf der Podologinnen und Podologen eine weiterhin richtige Entwicklung und zunehmend bedeutsame Rolle im gesamten Gesundheitssystem einnehmen wird.