Onlineinfos zu Allergien

Informationen für Allergiker bietet nun ein Online-Portal an. (Foto: Allergieinformationsdienst)

Anzeige

Mit dem Allergieinformationsdienst (www.allergieinformationsdienst.de) ist ein neues onlinebasiertes Informationsportal rund um das Thema Allergien an den Start gegangen. Das Angebot wurde vom Helmholtz-Zentrum München im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) entwickelt. Es ist Teil eines Forschungsprojekts zur Erstellung und Evaluierung eines qualitätsgesicherten und allgemeinverständlichen Informationsangebots zum Thema Allergien.

„Mehr als jeder Fünfte leidet in Deutschland unter eine Allergie“, betonte Bundesgesundheits­minister Hermann Gröhe (CDU) zum Start in Berlin. Gerade jetzt in der Pollenzeit erlebten besonders viele Menschen, wie belastend Allergien sein könnten und wie sie das tägliche Leben auf vielfältige Weise beeinträchtigten. Mit dem Allergieinformationsdienst will das Ministerium eine Orientierungshilfe zum Thema Allergien bieten und Informationen für Patienten verbessern.

„Trotz des drastischen Anstiegs allergischer Erkrankungen in den letzten Jahrzehnten ist deren Erforschung bislang nur unzureichend vorangekommen“, erklärte Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums München. Er wies darauf hin, dass das Institut gemeinsam mit Partnern ein Allergieforschungsprogramm entwickelt hat und dessen Umsetzung in den nächsten Jahren voranbringen will. „In diesem Zuge ist es uns ein großes Anliegen, mit dem Allergieinformationsdienst das Wissen aktuell, unabhängig und direkt aus der Wissenschaft weiterzugeben an die Betroffenen, für die wir letztendlich forschen“, sagte er.

Die Freischaltung des onlinebasierten Angebots soll der erste Schritt zu einem umfassenden Informationsangebot sein. Die Informationen auf der Internetseite etwa zu Krankheitsbildern und Therapien werden laut Ministerium in den nächsten zwei Jahren nach und nach weiter ausgebaut. Zusätzlich sollen ein monatlicher Newsletter, eine Nachrichten-App, Erklärvideos und eine Plattform für klinische Studien erstellt sowie Patienteninformationstage und Telefonaktionen durchgeführt werden.