Magnetpflaster gegen chronische Wunden

Mit gleich drei medizinischen Neuerungen ist das Universitätsklinikum Jena (UKJ) auf der diesjährigen Internationalen Erfindermesse in Nürnberg vertreten.

Die aus interdisziplinären Kooperationsprojekten entstandenen Innovationen zielen auf die Verbesserung der Diagnostik auf der Intensivstation und der Behandlungsmöglichkeiten chronischer Wunden und Stammzelltransplantationen. Sie wurden in Zusammenarbeit mit Unterstützung des PATON Patentmanagement Thüringer Hochschulen zum Patent angemeldet.

Prof. Ingrid Hilger entwickelte eine beliebig formbare Wundauflage, in die magnetische Materialien eingebettet sind. „Diese Eisen-Nanopartikel lassen sich im äußeren Magnetfeld zur Wärmefreisetzung anregen. Das geschieht punktgenau und in einem individuellen zeitlichen Therapieregime“, so die Leiterin der Arbeitsgruppe Experimentelle Radiologie. Die gezielte Wärme fördert die Gefäßneubildung und kann so die Heilung chronischer Wunden unterstützen. In das biokompatible und biologisch abbaubare Trägermaterial lassen sich zudem antiseptische oder Wachstum fördernde Wirkstoffe einbringen. Das innovative Verbandmaterial lässt sich bei äußeren Wunden, aber auch bei chirurgischen Eingriffen als Implantat oder Nahtmaterial verwenden.

Die magnetische Wundauflage wird auch auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen im November auf der MEDICA in Düsseldorf präsentiert.