Aufklärung und Beratung sind gefragt

Carmen Haidacher in Sportlerkreisen bekannt
Foto: Nadine Vaders

Frau Haidacher, Sie sind fachlich breit aufgestellt. Was war Ihre Motivation für diese berufliche Orientierung?“ Carmen Haidacher: „Eigentlich bin ich gelernte Versicherungskauffrau und habe auch erfolgreich vor der Familienphase im Marketing und danach im Vertrieb gearbeitet. Dennoch wollte ich mich umorientieren.

Das Angebot meiner Cousine, gemeinsam mit ihr eine Fußpflegepraxis zu führen, hat mich gereizt, so dass ich mich für die Vollzeitausbildung zur Podologin entschlossen habe und dazu gehören für mich auch die Weiterbildungsmaßnahmen wie der Wundexperte ICW und der sektorale Heilpraktiker.“

 

„Sie halten gezielt Gesundheitsvorträge vor Sportlern, insbesondere Fußballern, wie zum Beispiel beim TSV München 1860 im Nachwuchsleistungszentrum. Wie ist es dazu gekommen?“

„Am Anfang wurde ich von dem Fußballverein angerufen, ob ich nicht einen Vortrag halten wollte, da habe ich zugestimmt. Aber auch Eishockeyspieler oder Skifahrer haben an solchen Fußthemen Interesse.“

 

„Mit welchen Problemen kommen diese Sportler zu Ihnen?“

„Auch unter Sportlern ist jede Fußerkrankung möglich, aber es gibt spezifische. Fußballer zum Beispiel möchten in der Regel kurze Nägel haben und schneiden sich deswegen auch teilweise die Ecken raus. Das Nagelbett kann sich dadurch verformen, was zur Folge haben kann, dass der Nagel einwächst und eine Entzündung verursacht, das zählt zu den häufigsten podologischen Krankheitsbildern bei Fußballern. Aber eingewachsene Nägel können ja verschiedene Ursachen haben: Ein falscher Nagelschnitt, eine genetische Veranlagung oder schlechtes Schuhwerk.“

 

„Mittlerweile haben Sie schon öfter Aufklärungsvorträge vor Sportlern gehalten…?“

„Ja, die Reaktion war jedes Mal super, ob ich vor rund 100 Sportlern oder 200 Trainern referiert habe. Viele Zuhörer kommen seither immer mal wieder in unsere Praxis oder rufen an.“

 

„Weshalb engagieren sich Sportvereine für solche Fachvorträge?“

„Weil es auch ihnen um Gesundheitsaufklärung geht. Zum Beispiel fand im Februar die Veranstaltung „Merkur Cup 2016“ statt. Merkur will den Jugend-sport fördern und Aufklärungsarbeit leisten, dafür sprechen sie Fachleute an, zum Beispiel Kinder- und Jugendorthopäden, Podologen wie mich oder andere Gesundheitsexperten. Bei solchen in der Regel zweitägigen Veranstaltungen suchen die Organisatoren immer Fachreferenten.“

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