Unerwünschter Druck

Die Unterbrechung von Fußpflegebehandlungen durch Toilettengänge
Bild: Thommy Weiss/pixelio.de

Der Patient „muss“ schon wieder … Die Unterbrechung von Fußpflegebehandlungen durch Toilettengänge können durchaus vorkommen. Und meist ist es allen Beteiligten etwas ­peinlich. Was steckt dahinter und wie geht man damit um? Antworten gibt Ursula Maria Schneider.

Oftmals sind Menschen, speziell auch Ältere, die zum ersten Mal zur Fußpflege kommen etwas aufgeregt und im schlimmsten Fall vielleicht auch ängstlich – denn sie wissen nicht genau, was sie erwartet. Sie werden mit dem Besuch bei der Fußpflege, der meist durch ein Fußproblem veranlasst ist, aus ihren normalen Alltagswegen herausgezogen. Neue Situation – neue Menschen – neue Erwartungen – persönliche Vorstellungen. Wird man zusammenfinden? Wird alles gut werden? Das Fußproblem kann allerdings mit einem zusätzlichen Leidensdruck einhergehen und alles was drückt, will irgendwie aus dem Körper raus. So auch der Druck auf der Blase.

Auf Toilettensuche

In fremden Räumlichkeiten muss man erst ausfindig machen, wo sich die Toilette befindet. So ist bei der Anmeldung, nach Bekanntgabe des Namens und Termins nicht selten die erste Frage: „Wo ist bitte Ihre Toilette?“ Zu wissen, wo man dann hin muss, schafft eine kleine Entspannung der Situation. Ist man auf der Toilette, erfolgt die Begutachtung der Örtlichkeit im Hinblick auf Sauberkeit und Nutzungsmöglichkeiten. Fällt dieser Check zur eigenen Zufriedenheit aus, kann man sich beruhigt hinsetzen. Und jetzt darf es fließen.

Ungeduldiger Druck

Bestenfalls wird man anschließend direkt ins Behandlungszimmer gebeten. Oft geht der Gang aber zurück ins Wartezimmer. Es vergehen weitere Minuten, in denen nichts passiert. „Wie lange dauert es noch, bis ich endlich dran komme?“ Man fragt bei der Anmeldung nach. „Bitte gedulden Sie sich noch einen Moment, ein Kunde ist noch vor Ihnen.“ Zurück ins Wartezimmer, hinsetzen, die Unruhe steigt, die Füße wippen, die Finger trommeln auf den Knien. Ein mechanischer Griff zu einer Zeitschrift, die angeblättert und schnell desinteressiert wieder abgelegt wird. Die Zeit will nicht vergehen. Und der Druck steigt. Die Blase macht sich schon wieder bemerkbar. Beim plötzlichen Niesen fängt es an zu tröpfeln und im gleichen Moment kommt der Aufruf: „Frau Meier jetzt sind Sie an der Reihe – kommen Sie bitte mit mir mit.“ Für einen weiteren Toilettengang bleibt keine Zeit, obwohl die Blase schon wieder drückt.

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